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Projekt Verantwortung

Lernen durch Verantwortung – Schüler engagieren sich

„Verantwortung lernt am besten, wer Verantwortung übernimmt.“ Deshalb suchen sich alle Schülerinnen in diesem Schuljahr selbstständig eine verantwortungsvolle Aufgabe im Gemeinwesen.

Bild Schülerrinen

Verantwortung tragen ist eine wichtige Eigenschaft, um sein Leben erfolgreich zu gestalten. Mit zunehmendem Alter sollen Kinder lernen, sowohl für sich selbst als auch für andere Verantwortung zu übernehmen. Um diesen Lernprozess zu unterstützen, haben wir als Teil unserer neuen Lernkultur in diesem Schuljahr das Projekt Verantwortung eingeführt. Nach dem Motto „Verantwortung lernt am besten, wer Verantwortung übernimmt“, wurden die Schülerinnen aller drei Schulstufen für insgesamt 20 Stunden vom Unterricht freigestellt, um eine Aufgabe außerhalb der Schule zu übernehmen.

 Erste Herausforderung: Die Organisation des Projektes 

Bereits zu Schulbeginn wurden die Schülerinnen über das Projekt informiert und in das Thema „Verantwortung“ eingeführt. Wichtig war uns, die Eltern mit einzubeziehen. Bei einem Informationsabend, in der wir die neue Lernkultur an der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung vorstellten, wurde über das Projekt „Verantwortung“ angeregt diskutiert. Ein Teil der Eltern war sogleich begeistert, begrüßte die Initiative und brachte konkrete Vorschläge und Ideen ein. Ein Teil zeigte sich eher skeptisch und befürchtete, dass Betriebe oder Vereine nicht bereit wären, Jugendlichen die Verantwortung für bestimmte Tätigkeiten zu übertragen.

Diese Bedenken konnten jedoch schon bald entkräftet werden. Die Suche nach einer passenden Aufgabe gestaltete sich einfacher als erwartet. Alle Schülerinnen haben eine Aufgabe in ganz unterschiedlichen Bereichen gefunden. Mithilfe im Altenheim war ebenso dabei wie Mitarbeit im Jugendzentrum oder in verschiedenen Vereinen. Einige haben sich für die Kinderbetreuung, Hausaufgabenhilfe entschieden, andere wiederum für die Pflege von Pferde oder Hunden. Nach Rücksprache mit ihrer Tutorin an der Schule, haben die Schülerinnen dann noch eine schriftliche Vereinbarung über die Art der Tätigkeit und die zeitliche Verpflichtung mit den Verantwortlichen der Institutionen, Betriebe, Vereine oder Privatperson abgeschlossen.

 Die erste Herausforderung, sich das Projekt Verantwortung selbst zu organisieren, haben alle Schülerinnen gut gemeistert. In der Zwischenzeit haben sie begonnen, ihre Aufgaben vor Ort umzusetzen, ihre Tätigkeiten regelmäßig zu dokumentieren und ihre Erfahrungen in den Gesprächen mit den Tutorinnen an der Schule zu reflektieren.

 Was es bringt

Die Schülerinnen erleben, was Verantwortung ist, sie spüren wie es ist, Verantwortung zu tragen und erleben sich als selbstwirksam. Nachdem die Schülerinnen sich „ihr Projekt“ selbst organisieren, werden sie in ihrem selbständigen und eigenverantwortlichen Handeln gestärkt.

Die Anerkennung und das in sie gesetzte Vertrauen, aber auch das Gefühl, wichtig zu sein wirken sich positiv auf das Selbstvertrauen und den Selbstwert aus.