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Winter ade - Jetzt wird’s Frühling: So erfolgt der Start in die Gartensaison!

Die Tage sind nun etwas länger und langsam wird es schon wärmer. Im Frühling warten der Garten und auch wir ungeduldig auf den Beginn der Gartensaison. Der Garten wird wieder in Schuss gebracht.

Das Frühjahr ist die Zeit der Vorbereitungen für die neue Saison. Es beginnt auch die Zeit für die Aussaat von Gemüsepflanzen und Blumen. Der Grundstein für einen prachtvollen und üppigen Garten wird gelegt. Dafür ist eine gute Vorbereitung notwendig!

Bei selbst angebautem Gemüse wissen wir immer genau, wie frisch es ist und woher es kommt. Wir können jene Sorten auswählen, welche uns am besten schmecken. Auch entscheiden wir selbst, ob oder welche Pflanzenschutzmittel wir einsetzen möchten. Wenn wir selbst aussäen, haben wir eine sehr große Sortenauswahl an Gemüse, Blumen und Kräutern. Samen ist nicht gleich Samen. Beim Samenkauf sollte auf Qualität und Sortenechtheit geachtet werden.

Vorkultur auf der Fensterbank

AussaatschaleWärmebedürftiges Gemüse, hauptsächlich Fruchtgemüse, wird auf der Fensterbank vorgezogen. Für die Aussaat in Vorkultur kann man wasserfeste Behälter mit Abzugslöchern aus Kunststoff oder Styropor verwenden. Spezielle Aussaatschalen gibt es im Handel. Man kann aber auch Obstschälchen, in denen Erdbeeren o.ä. verkauft werden, nehmen.
Die Aussaatschale wird bis knapp unter den Rand mit Erde gefüllt, die dann leicht angedrückt wird. Der Samen wird breitwürfig ausgesät. Dies hat den Vorteil, dass mehr Sämlinge auf der Fensterbank untergebracht werden können.

Bei den Samen unterscheidet man zwischen Dunkel- und Lichtkeimer. Dunkelkeimer werden mit Erde bedeckt, Lichtkeimer werden hingegen nicht bedeckt, sondern nur angedrückt. Die Samen brauchen Feuchtigkeit zum Quellen. Dafür werden sie mit einer feinen Brause besprüht. Bei Verwendung einer Gießkanne werden die Samen von ihrem Platz geschwemmt, noch ganz zarte Pflänzchen können regelrecht untergehen oder abknicken. Durch das Befeuchten der Erde bekommt der Samen auch Bodenkontakt. Um den Feuchtigkeitsverlust zu reduzieren werden die Saatschalen mit einer durchsichtigen Folie oder einer Glasscheibe abgedeckt.

Eine der wichtigsten Arbeiten nach dem Keimen der Samen ist das Pikieren. Die Wurzeln der zu dicht stehenden Sämlinge wachsen ineinander und konkurrieren um Wasser. Zudem nehmen sie sich auch gegenseitig das Licht. Kleinere Pflänzchen verkümmern und gehen ein. Sie werden in einzelne Töpfchen gesetzt, in denen sie weiterhin im Warmen weiterwachsen können.
Bei milden Temperaturen sollten die Pflanzen langsam ans Freie gewöhnt werden.

Vorbereitungsarbeiten im Garten

Wenn die Erde im Garten nicht mehr gefroren ist, kann damit begonnen werden, den Boden für die anstehende Saison vorzubereiten. Die Gartenbeete werden von Laub befreit und die Erde wird aufgelockert. Sie muss ausreichend belüftet sein und Niederschläge aufnehmen können.

Schwere Böden mit einem hohen Anteil an Ton und Lehm sollten, falls nicht im Herbst erledigt, umgegraben werden. Allerdings ist es ratsam den Boden vor der Aussaat und dem Einsetzen von Pflanzen noch ruhen zu lassen, damit die Mikroorganismen wieder in die oberen Bodenschichten gelangen können. Auch die Temperatur sollte etwas ansteigen. Wenn der Boden aufgewärmt ist, wird mit der Gartenkralle organisches Material eingearbeitet. Um eine ausreichende Nährstoffversorgung zu gewährleisten, reicht meist eine zwei bis drei Zentimeter dicke Kompostschicht, die in den Beeten leicht untergearbeitet wird.

Oberste Bodenschicht mit SaatgutDie oberste Bodenschicht muss für Saatgut gleichmäßig und feinkrümelig sein. Die empfindlichen Saatkörner haben sonst keinen Bodenkontakt und trocknen aus.

Die frisch herangezogenen Pflanzen sollten, bevor sie ins Beet gepflanzt werden, kräftige Wurzeln gebildet haben. Dies erkennt man, wenn Wurzeln beim Gefäß durchstoßen. Bis Mitte Mai kann es aber noch kalt werden. Bei Frostgefahr sollte man deshalb die Pflanzen mit einem Gartenvlies abdecken.

Nach einigen Wochen können schon verschiedene Salatsorten und Radieschen für bunte Salatteller geerntet werden.

Auch wenn es länger dauert und der Arbeitsaufwand größer ist, macht es Spaß Gemüse vom Samenkorn bis zur Ernte zu beobachten. Außerdem ist das Saatgut wesentlich günstiger als Jungpflanzen.